Eine ganzheitliche Therapie

Bei der klassischen homöopathischen Konstitutionsbehandlung wird der ganze Mensch in seiner Individualität –Körper, Geist und Seele– betrachtet und beschränkt sich nicht nur auf den Aspekt einer einzelnen Krankheit. Der Patient soll durch die Therapie auf allen drei Ebenen zu einem besseren Wohlbefinden gelangen. Neben den Symptomen der Krankheit werden auch erbliche Belastungen, seine Lebensgewohnheiten, Ängste und Sorgen, Gedanken und Träume und vieles mehr in das Gesamtbild mit einbezogen.

 

Eine behutsame Therapie

Wird ein Mensch krank, ist seine Lebenskraft  verstimmt, wie der Homöopath sagt. Die Lebensenergie wird dadurch weniger. Bei kleinen Unpässlichkeiten erholt sie sich bei einem sonst gesunden Menschen von selbst wieder. Durch vielerlei Faktoren kann sie aber auch so stark verstimmt werden, dass der Mensch schwerer, d.h. chronisch erkrankt. Hier setzt die Wirkung der richtig gewählten homöopathischen Arznei an, indem sie der Lebenskraft den Weg zur Heilung zeigt. Das Gleichgewicht des Organismus wird wieder hergestellt, die Energie kehrt zurück. Die Symptome und Eigenheiten dienen dem Homöopathen als Wegweiser zur Arzneimittelfindung.

Nebenwirkungen   gibt es   nur   bei   wiederholt falscher Arzneimittelgabe und falscher Dosierung. Deshalb gehört  die   homöopathische Behandlung in die  Hände eines entsprechend ausgebildeten und klassisch arbeitenden Homöopathen.

 

Eine individuelle Therapie

Jeder Patient bekommt sein persönliches und auf seine individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Arzneimittel. Selbst bei  gleichen Diagnosen   können   die   persönlichen Symptome der Krankheitsbilder des einzelnen Patienten doch sehr verschieden sein. Deshalb gibt es keine homöopathischen  „Universal-mittel“ gegen Rheuma,   Migräne, Neurodermitis etc..

In ausführlichen,   den   ganzen   Menschen er-fassenden Einzelgesprächen, den Anamnesen, macht sich der Homöopath ein vielschichtiges Bild von der Krankengeschichte des Patienten. Ein Gespräch kann bis zu zwei Stunden dauern. Erst dann, und nach sorgfältiger Prüfung bzw. Auswertung aller Einzelaspekte,  wird   die passende  Arznei ausgewählt und verordnet.

 

Eine effektive Therapie

Sowohl bei akuten wie auch in chronischen Krankheitssituationen ist die Homöopathie in der Lage, sanft, dauerhaft und auf dem kürzesten Wege die Gesundheit wiederherzustellen.

 

Eine kostengünstige Therapie

Die Homöopathie benötigt keine aufwendigen diagnostischen oder therapeutischen Hilfsmittel und keine teuren Medikamente. Bezahlt wird lediglich die  Zeit   des   Therapeuten   und   die Kunst seiner Arzneimittelwahl. Die Kosten für die Arzneien selbst fallen kaum ins Gewicht.

 

Das Ähnlichkeitsgesetz„Simila similibus curentur“

Der Arzt und Gelehrte Samuel Hahnemann  begründete gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Homöopathie als  eine   revolutionäre   Heilmethode.

Aus Enttäuschung über die unzulängliche Medizin seiner Zeit, suchte  er einen neuen Weg, den Menschen besser helfen zu können.

Bei der Übersetzung eines medizinisches Werkes war er mit der Ansicht des Autors über die Wirkungsweise der Chinarinde bei Malaria nicht einverstanden. Deshalb machte er einen Selbstversuch, wobei er über einige Tage kleine Mengen Chinarinde einnahm und daraufhin heftige malariaähnliche Symptome entwickelte. Diese verschwanden nach einiger Zeit und kehrten jedes mal wieder, wenn er erneut von dem Pulver nahm. Malariakranke jedoch wurden oft durch die Gabe von Chinarinde geheilt. Er folgerte, dass ein Arzneistoff, der einen gesunden Menschen krank macht, einen Kranken mit eben diesen Symptomen heilen kann. Und genau dies besagt das Ähnlichkeitsgesetz  „um eine Krankheit zu heilen, wähle eine Arznei,   welche  diese Art  Krankheit erzeugen kann.“

Das Homöopathische Arzneimittel

Später wurden viele verschiedene Arzneimittel in ihren spezifischen Wirkungen am Gesunden erforscht und die dabei entstandenen Gemüts- und Körpersymptome genau beobachtet und dokumentiert. Bis heute werden immer mehr Substanzen geprüft und der Homöopathie zugänglich gemacht. So entstehen homöopathische Arzneimittelbilder, die in der sogenannten Arzneimittellehre oder Materia Medica zusammengefasst sind. Dieses damals begonnene Nachschlagewert enthält heute weit über eintausend geprüfte Mittel aus dem Pflanzen-, Tier- und Mineralreich, und wird ständig erweitert.

Hahnemann verdünnte die von ihm geprüften einzelnen Substanzen, um ihre schädigende Wirkung auszuschalten. Er begann die verdünnten Substanzen zusätzlich zu verreiben und zu verschütteln. Dabei entdeckte er, dass deren Wirkung dadurch wesentlich erhöht wurde und länger anhielt. Diesen Vorgang nannte er potenzieren. Die Zubereitung homöopathischer Arzneimittel   ist   heute  im  Homöopathischen Arzneibuch (HAB) geregelt.

Der extreme Verdünnungsgrad der Arzneimittel gibt manchen Kritikern Anlass die Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel immer wieder anzuzweifeln, obwohl die Erfahrung genau das Gegenteil beweist. Die moderne Physik bietet inzwischen Erklärungsmodelle für das Verständnis dieses Phänomens an.

Die mit diesem Verfahren gewonnene Arznei enthält die für den kranken Organismus spezifische Information, die zur Heilreaktion führt. Bei  Einnahme  reagiert  der   Organismus auf diese Information, wenn das Muster der Arznei mit dem der Krankheit übereinstimmt, wie im Ähnlichkeitsprinzip beschrieben. Das geschwächte Abwehrsystem wird von Blockaden befreit und die Lebensenergie des Patienten aktiviert. Dem Körper wird nichts von außen übergestülpt, sondern der Organismus erhält Hilfe zur Selbsthilfe. Die Homöopathie beabsichtigt eine tiefgreifende Heilung von innern heraus zu erzielen und wird somit zu einer zukunftsweisenden Medizin.

 

Woran ist ein guter Homöopath zu erkennen?

Das Aufspüren der exakt passenden Arznei setzt viel Einfühlungsvermögen durch den Therapeuten, ausführliche Kenntnis der verschiedenartigen Arzneimittel und fundiertes Wissen um die Zusammenhänge der Entstehung von Krankheiten voraus. Je komplexer eine Krankheit ist, desto höher sind die Anforderungen an den Therapeuten und Patienten. Besonders bei schweren und langjährigen Erkrankungen erfordert eine endgültige und ganzheitliche Heilung Zeit und Geduld. Ein guter Homöopath wird sich Ihnen intensiv und mit ausreichender Zeit widmen. Er sollte in der Lage sein, einfühlsam den ganzen Menschen in seinem   beruflichen,   familiären und partnerschaftlichen   Umfeld   und   seinem   biographischen Hintergrund zu verstehen.